Gesellschaft

Wie durch ein Sieb - Schleusergeschäfte in der Ukraine
von
Juri Durkot, Journalist, Lwiw


Laut Experten geht der illegale Grenzübergang am häufigsten über die Grenze der Ukraine zur Slowakei, die mit 96 Kilometer die kürzeste ist
 
 
Als Bedrohung erlebt die Europäische Union illegale Migranten, die aus Asien und Südostasien über Rußland und die Ukraine nach Europa drängen, und versucht, mittels Abkommen über die Rückführung illegaler Migranten und die Finanzierung von Auffanglagern die Regierungen der Anrainerstaaten zu einem strengeren Grenzregime zu veranlassen. Doch das Geschäft mit der Grenzschleusung blüht, auch in den ukrainischen Grenzgebieten. Denn es verdienen nicht nur die Vermittler, sondern auch die Führer - organisierte Banden und Privatpersonen - sowie die Bewohner, die - unter teils menschenunwürdigen Bedingungen - Kost und Logis für die Illegalen anbieten. Schlecht bezahlte und ausgerüstete Grenzschützer stehen der Situation eher hilflos gegenüber.


Testen Sie WOSTOK unverbindlich im Probeabo!