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Wasserabkommen unterzeichnet

Die drei zentralasiatischen Staaten Kasachstan, Kyrgysstan und Usbekistan haben ein Abkommen über den Verbrauch der Wasserressourcen unterzeichnet. Der kasachstanische Minister für Naturressourcen und Umweltschutz erklärte, daß Kasachstan in diesem Sommer 1,5 Milliarden Kubikmeter Wasser erhalten werde. Dies wird vor allem das Problem der Bewässerung der Baumwollfelder im Machtaaral-Distrikt lösen. Hier wird ein Großteil der Baumwolle des Landes angebaut. Aufgrund des Mangels an Bewässerungswasser verloren die Farmer vor zwei Jahren zwanzig Prozent ihrer Ernte. Kasachstan bezieht aber nicht nur Wasser, sondern auch Strom aus Kyrgysstan, wobei die kasachstanischen Farmen Stromschulden in Höhe von 17,5 Millionen Tenge (115131 Dollar) bei Kyrgysstan haben. Über die Begleichung der Schulden wird im Ministerium für Energie und Mineralressourcen der Republik Kasachstan beraten.


Lösung für die Grenzstreitigkeiten in Sicht?

Die Delimitation der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan wird bis Mai 2002 vollständig abgeschlossen sein, dies gaben die Premierminister beider Länder Imangali Tasmagambetow und Utkir Sultanow in Tschymkent bekannt. Problematisch ist heute nur noch ein 54 Kilometer langer Grenzabschnitt. Hier stimmt die geographische Beschreibung der Grenze nicht mit der Karthographie überein. An der Grenze liegen die Kleinstädte Bagys, Turkestan und Arnasay. Nach Angaben des Vertreters der zwischenstaatlichen Kommission zur Delimitation der Grenze Nurlan Seitjaparow wird nun eine Prüfung und eine Bestandsaufnahme in den Städten durchgeführt, wobei in Bagys und Turkestan auch eine Volkszählung vorgesehen ist, um über die Nationalitätenzusammensetzung und die Staatsbürgerschaft der Bewohner Aufschluß zu erhalten. Bereits im November 2001 hatten der usbekische Präsident Karimow und der kasachstanische Präsident Nasarbajew ein Abkommen unterzeichnet, das einen Schlußpunkt unter den jahrelangen Grenzstreit setzte. Dieses Abkommen bestimmt den Verlauf der 2159 Kilometer langen Grenze, allein über die 54 Kilometer konnte keine Einigung erzielt werden.
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